Donnerstag, 29. Januar 2009
Mittwoch, 28. Januar 2009
Welche Gründe gibt es für die Unmündigkeit der Menschen?
Immanuel Kant (1724-1804) bezeichnet (siehe Post-Anni) die Unselbstständigkeit der Menschen selbst zu denken als Unmündigkeit. Doch welche Ursachen gibt es für dieses Handeln?
Immanuel Kant (1724-1804) bezeichnet (siehe Post-Anni) die Unselbstständigkeit der Menschen selbst zu denken als Unmündigkeit. Doch welche Ursachen gibt es für dieses Handeln?
Die Unmündigkeit resultiert nicht aus einem Mangel an Verstand, sondern aus einem Mangel an Mut und Entscheidungsfreudigkeit.
"Auch Faulheit und Feigheit sind Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, dennoch gerne unmündig bleibt, und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen."
Es ist einfach sehr bequem unmündig zu sein, und andere entscheiden zu lassen.
"So brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen"Es ist für jeden einzelnen Menschen, der es gewohnt war alles so hinzunehmen wie es war und nie selbst seinen Verstand zu gebrauchen, schwer, sich aus der Unmündigkeit zu befreien und seinen Verstand zu gebrauchen!
Auch heute, wo der Gedanke der Aufklärung selbstverständlich zu sein scheint, begeben sich viele in eine Art "unbewusste Unmündigkeit". Die Menschen, nehmen die leeren Versprechen und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen der Politiker hin, Schüler wagen es nicht, aus Angst vor Konsequenzen, etwas gegen die Lehrer zu sagen. Sie lassen sich von Theorien berieseln und zweifeln die Glaubwürdigkeit des Gesagten nicht an.
Die Menschen, und auch gerade die, die denken, dass sie ihren Verstand gebrauchen, sollten sich vielleicht noch einmal selbst fragen, ob sie dies wirklich tun. Denn heutzutage ist es wie zu Zeiten Kants: Es ist einfach bequemer und unkomplizierter andere denken zu lassen! Die Entscheidung was nun besser ist - selbst denken oder denken zu lassen - sei jedem selbst überlassen.
Die Menschen, und auch gerade die, die denken, dass sie ihren Verstand gebrauchen, sollten sich vielleicht noch einmal selbst fragen, ob sie dies wirklich tun. Denn heutzutage ist es wie zu Zeiten Kants: Es ist einfach bequemer und unkomplizierter andere denken zu lassen! Die Entscheidung was nun besser ist - selbst denken oder denken zu lassen - sei jedem selbst überlassen.
Dienstag, 27. Januar 2009
Begriffserklärung
Beim Lesen von Kants Texten ist besonders auffällig, dass er die Begriffe "Unmündigkeit" und "Selbstverschulden" des Öfteren erwähnt. Dies zeigt die Wichtigkeit dieser beiden Begriffe für Kant. Doch was bedeuten sie?
So z.B.:
"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit."
"Unmündigkeit":
Unmündigkeit bedeutet Unselbstständigkeit! Bevor das Zeitalter der Aufklärung begann, wurde das Volk von seiner Obrigkeit bevormundet, d.h. , dass die damaligen Bürger kein Recht zur Mitsprache besaßen, sofern es um Entscheidungen des Staates ging. Dies hatte zur Folge, dass die Menschen ihren eigenen Verstand komplett ausschalteten und die Anweisungen der Regierung befolgten. Da noch niemand selbstständig nachgedacht oder gehandelt hat, war es für die meisten Leute schwer, sich daran zu gewöhnen auch mal kritisch über etwas nach zu denken und selbstständig zu sein("sapere aude!").
"Selbstverschulden":
Immanuel Kant macht deutlich, dass die Menachen selbst dafür verantwortlich ist, dass sie vor dem Zeitalter der Aufklärung von der Regierung bevormundet wurden. Grund dafür sei eben jene Unselbstständigkeit. Hätte das Volk von Anfang an über all die Entscheidungen des Staates kritisch nachgedacht, so wäre die Menschheit nicht auf deren Vormund angewiesen gewesen. Kants Erkenntnisse zeigen zudem, dass man aus dieser selbst verschuldetetn Situation nur durch seine eigene Kraft herauskommt, die in diesem Fall Selbstständigkeit heißt!
So z.B.:
"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit."
"Unmündigkeit":
Unmündigkeit bedeutet Unselbstständigkeit! Bevor das Zeitalter der Aufklärung begann, wurde das Volk von seiner Obrigkeit bevormundet, d.h. , dass die damaligen Bürger kein Recht zur Mitsprache besaßen, sofern es um Entscheidungen des Staates ging. Dies hatte zur Folge, dass die Menschen ihren eigenen Verstand komplett ausschalteten und die Anweisungen der Regierung befolgten. Da noch niemand selbstständig nachgedacht oder gehandelt hat, war es für die meisten Leute schwer, sich daran zu gewöhnen auch mal kritisch über etwas nach zu denken und selbstständig zu sein("sapere aude!").
"Selbstverschulden":
Immanuel Kant macht deutlich, dass die Menachen selbst dafür verantwortlich ist, dass sie vor dem Zeitalter der Aufklärung von der Regierung bevormundet wurden. Grund dafür sei eben jene Unselbstständigkeit. Hätte das Volk von Anfang an über all die Entscheidungen des Staates kritisch nachgedacht, so wäre die Menschheit nicht auf deren Vormund angewiesen gewesen. Kants Erkenntnisse zeigen zudem, dass man aus dieser selbst verschuldetetn Situation nur durch seine eigene Kraft herauskommt, die in diesem Fall Selbstständigkeit heißt!
Erkenntnisse zum Thema "Aufklärung"
Was ist Aufklärung?
Viele Philosophen des 18. Jahrhunderts setzten sich mit dem Begriff "Aufklärung" auseinander. So auch einer der wichtigsten deutschen Denker dieses Zeitalters, Immanuel Kant.
In seinen Texten will er der Menschheit deutlich machen, was es mit diesem Begriff "Aufklärung" auf sich hat.
Grundlegende Kenntnisse sind dabei Folgende:
Viele Philosophen des 18. Jahrhunderts setzten sich mit dem Begriff "Aufklärung" auseinander. So auch einer der wichtigsten deutschen Denker dieses Zeitalters, Immanuel Kant.
In seinen Texten will er der Menschheit deutlich machen, was es mit diesem Begriff "Aufklärung" auf sich hat.
Grundlegende Kenntnisse sind dabei Folgende:
*
"Aufklärung ist der Anfang selbstständigen Denkens."*
"Selbstständigkeit ist dieVoraussetzung für alleiniges Handeln."*
"Wer nicht mutig und entschlossen ist, der kann nicht selbstständig sein."*
"Viele lassen sich bevormundenm, weil sie zu faul und nicht mutig genug sind, um selber Entscheidungen zu treffen."*
"Selbstständiges Handeln kann Gefahren mit sich bringen."*
"Negative Erlebnisse halten die Menschen ab, es noch einmal zu probieren."*
"Für jemanden, der noch nie in seinem Leben selbstständig war, ist es schwer dieser Gewohnheit zu entkommen."*
Montag, 26. Januar 2009
Sonntag, 25. Januar 2009
Politische und gesellschaftliche Ideen und Zielsetzungen der Aufklärung
Wie einige andere Philosophen des Zeitalters der Aufklärung machten sich auch die beiden Franzosen Charles de Secondat, Baron de Montesquieu (1689 - 1755) und Jean - Jacques Rousseau (1712 - 1778), sowie der Brite John Locke (1632 - 1704) einige Gedanken rund um das Thema Aufklärung.
Charles de Secondat, Baron de Montesquieu spricht sich in seinem Hauptwerk "De l'esprit des lois" (Vom Geist der Gesetze) für die politische Freiheit eines jeden einzelnen Bürgers aus. Um diese Freiheit genießen zu können, legte er großen Wert auf eine geeignete Regierung, um jedem Menschen die Angst vor dem anderen zu nehmen. Das zentrale Prinzip dieser Denkweise war für Montesquieu die Trennung der Gesetzgebung (Legislative), der Rechtssprechung(Judikative) und der Verwaltung(Exekutive), was in der heutigen Zeit mit dem Begriff Gewaltenteilung bezeichnet wird.
Während Montesquieu sehr um die politische Gleichheit und die Gewaltenteilung bemüht war, versuchte sein Landsmann Rousseau ein Mittel gegen die herrschende Ungleichheit unter den Menschen zu finden, das er in einem Gesellschaftsvertrag (contrat social) zu sehen glaubte. Dies ist ein Auszug aus dem Gesellschaftsvertrag von 1762...
" Der Mensch wird frei geboren und überall ist er in Ketten (...)"
" Solange ein Volk gezwungen wird zu gehorchen und es gehorcht, so tut es wohl, sobald es aber ein Joch abwerfen kann und es abwirft, so tut es besser (...)"
"Auf seine Freiheit zu verzichten, heißt auf seine Menschheit, die Menschenrechte, ja selbst auf seine Pflichten verzichten. Wer auf alles verzichtet, für den ist keine Entschädigung möglich. Eine solche Entsagung ist mit der Natur des Menschen unvereinbar (...)"
John Locke, der all seine Erkenntnis aus den Sinneserfahrungen herlitt (Empirismus) lebte mit seinem Grundsatz Nihil est in intellectu, quod non ante fuerit in sensu, was soviel heißt wie Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in den Sinnen gewesen wäre. Der englische Philosoph forderte ebenso wie Montesquieu eine Gewaltenteilung und wie Rousseau Freiheit und Gleichheit.
In den zwei Abhandlungen über die Regierung von 1689 wurden diese Zielsetzungen der Aufklärung von Locke ebenfalls formuliert und an manchen Stellen erweitert...
So heißt es im Naturrecht, der ersten Abhandlung zum Beispiel:
"Die Vernunft aber, welche dem Gesetz entspringt, lehrt alle Menschen, wenn sie nur um Rat fragen wollen, dass niemand einem anderen, da alle gleich und unabhängig sind, an seinem Leben, seiner Gesundheit, seiner Freiheit oder seinem Besitz Schaden zufügen soll (...). Wenn wir betrachten, in welchem Zustand sich die Menschen von Natur befinden, so sehen wir, dies ist ein Zustand völliger Freiheit."
Anhand dieses Zitates lässt sich nun eine weitere Zielsetzung der Aufklärung erschließen, die Unversehrtheit jedes einzelnen Bürgers.
Auch heute spielen diese damaligen Zielsetzungen und gesellschaftlich - politischen Ideen aus dem Zeitalter der Aufklärung noch eine grundlegende Rolle. Bilden doch Begriffe wie Recht auf Freiheit, Gleichheit und Unversehrtheit fundamentale Baussteine unserer Menschenrechte. Die Gewaltenteilung im Staat dient währenddessen dem Beibehalten von Gleichheit und Freiheit.
Deshalb könnte man schon sagen, dass wir heutzutage in einem aufgeklärten Zeitalter leben, oder etwa nicht?
Charles de Secondat, Baron de Montesquieu spricht sich in seinem Hauptwerk "De l'esprit des lois" (Vom Geist der Gesetze) für die politische Freiheit eines jeden einzelnen Bürgers aus. Um diese Freiheit genießen zu können, legte er großen Wert auf eine geeignete Regierung, um jedem Menschen die Angst vor dem anderen zu nehmen. Das zentrale Prinzip dieser Denkweise war für Montesquieu die Trennung der Gesetzgebung (Legislative), der Rechtssprechung(Judikative) und der Verwaltung(Exekutive), was in der heutigen Zeit mit dem Begriff Gewaltenteilung bezeichnet wird.
Während Montesquieu sehr um die politische Gleichheit und die Gewaltenteilung bemüht war, versuchte sein Landsmann Rousseau ein Mittel gegen die herrschende Ungleichheit unter den Menschen zu finden, das er in einem Gesellschaftsvertrag (contrat social) zu sehen glaubte. Dies ist ein Auszug aus dem Gesellschaftsvertrag von 1762...
" Der Mensch wird frei geboren und überall ist er in Ketten (...)"
" Solange ein Volk gezwungen wird zu gehorchen und es gehorcht, so tut es wohl, sobald es aber ein Joch abwerfen kann und es abwirft, so tut es besser (...)"
"Auf seine Freiheit zu verzichten, heißt auf seine Menschheit, die Menschenrechte, ja selbst auf seine Pflichten verzichten. Wer auf alles verzichtet, für den ist keine Entschädigung möglich. Eine solche Entsagung ist mit der Natur des Menschen unvereinbar (...)"
John Locke, der all seine Erkenntnis aus den Sinneserfahrungen herlitt (Empirismus) lebte mit seinem Grundsatz Nihil est in intellectu, quod non ante fuerit in sensu, was soviel heißt wie Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in den Sinnen gewesen wäre. Der englische Philosoph forderte ebenso wie Montesquieu eine Gewaltenteilung und wie Rousseau Freiheit und Gleichheit.
In den zwei Abhandlungen über die Regierung von 1689 wurden diese Zielsetzungen der Aufklärung von Locke ebenfalls formuliert und an manchen Stellen erweitert...
So heißt es im Naturrecht, der ersten Abhandlung zum Beispiel:
"Die Vernunft aber, welche dem Gesetz entspringt, lehrt alle Menschen, wenn sie nur um Rat fragen wollen, dass niemand einem anderen, da alle gleich und unabhängig sind, an seinem Leben, seiner Gesundheit, seiner Freiheit oder seinem Besitz Schaden zufügen soll (...). Wenn wir betrachten, in welchem Zustand sich die Menschen von Natur befinden, so sehen wir, dies ist ein Zustand völliger Freiheit."
Anhand dieses Zitates lässt sich nun eine weitere Zielsetzung der Aufklärung erschließen, die Unversehrtheit jedes einzelnen Bürgers.
Auch heute spielen diese damaligen Zielsetzungen und gesellschaftlich - politischen Ideen aus dem Zeitalter der Aufklärung noch eine grundlegende Rolle. Bilden doch Begriffe wie Recht auf Freiheit, Gleichheit und Unversehrtheit fundamentale Baussteine unserer Menschenrechte. Die Gewaltenteilung im Staat dient währenddessen dem Beibehalten von Gleichheit und Freiheit.
Deshalb könnte man schon sagen, dass wir heutzutage in einem aufgeklärten Zeitalter leben, oder etwa nicht?
Was versteckt sich hinter dem Begriff "Zeitalter der Aufklärung"?

"Das Zeitalter der Aufklärung"
Das Zeitalter der Aufklärung ist eine Epoche in der geistigen Entwicklung der Gesellschaft im 17. und 18. Jahrhundert, die besonders durch den Willen geprägt ist, die Denkweise mit den Mitteln der Vernunft von alten und unmodernen Vorstellungen und Ideologien zu befreien um Akzeptanz für neu erlangtes Wissen zu schaffen.
Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff Aufklärung auch einen sowohl individuellen als auch gesellschaftlichen Emanzipationsprozess, der besonders bestehende Denkweisen im 17. und 18. Jahrhundert hinterfragte. Dabei soll der aufgeklärte Mensch nicht mehr an die Vorgaben der Obrigkeiten oder Zwänge der Gesellschaft gebunden sein, sondern durch selbständiges Denken selbst sein Leben in die Hand nehmen.
Immanuel Kant, ein bedeutender Philosoph im Zeitalter der Aufklärung, befasste sich intensiv mit dem Thema Aufklärung. In seinen verschiedenen Werken sieht Kant die Vernunft als die bedeutendste Eigenschaft des Menschen. Die Aufklärung sieht er als Ausweg für den Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, wobei diese Unmündigkeit seiner Meinung nach "das Unvermögen sich seines Verstandes ohne Leitung eines Anderen" zu bedienen, ist.
Allgemein wollte Kant eine neue Form des gesellschaflichen Lebens erlangen, weshalb er besonders zur Selbstständigkeit beim Denken und Handeln aufforderte.
In seiner Schrift "Was ist Aufklärung?", in der auch der Leitspruch des Zeitalters der Aufklärung SAPERE AUDE enthalten ist, versuchte er diese Frage aus seiner Sicht zu beantworten.
Abonnieren
Posts (Atom)