
"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
Annäherung an die Idee der Aufklärung - Aphorismen:
Georg Christoph Lichtenberg, ein bekannter Schriftsteller und einer der führenden deutschen Aufklärer im 18. Jh gilt als Erfinder des Aphorismus (=kurze und pointiert festgehaltene Gedanken). Hier einige Beispiele und jeweilige Interpretationen:
Georg Christoph Lichtenberg, ein bekannter Schriftsteller und einer der führenden deutschen Aufklärer im 18. Jh gilt als Erfinder des Aphorismus (=kurze und pointiert festgehaltene Gedanken). Hier einige Beispiele und jeweilige Interpretationen:
"Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll."
*
Man kann nicht wissen ob Veränderungen zwangsläufig eine Verbesserung bringen werden, aber dass manchmal Veränderungen notwendig sind um zumindest zu versuchen Dinge zum Guten zu wenden.
"Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemanden den Bart zu sengen"
*
Die Wahrheit kann nicht jeden zufriedenstellen/glücklich machen.
"Wenn er seinen Verstand gebrauchen sollte, so war es ihm, als wenn jemand, der beständig seine rechte Hand gebraucht hat, etwas mit der linken tun soll"
*
Es ist schwer, seine Gewohnheiten umzustellen und plötzlich seinen Verstand zu gebrauchen
"Dass die Menschen oft falsche Urteile fällen, rührt gewiss nicht allein aus einem Mangel an Einsicht und Ideen her, sondern hauptsächlich davon, dass sie nicht jeden Punkt im Satz unter das Mikroskop bringen und bedenken."
*
Menschen entscheiden oft zu voreilig weil sie die Dinge nur oberflächlich abwägen.
"Der Mann hatte so viel Verstand, dass er zu fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war."
*
Nur nach dem Verstand zu handeln und dabei andere Faktoren außer Acht zu lassen, ist falsch.
"Kein Fürst wird jemals den Wert eines Mannes durch seine Gunst bestimmen, denn es ist ein Schluss, der nicht auf eine einzige Erfahrung etwa gegründet ist, dass ein Regent meistens ein schlechter Mann ist. Der in Frankreich backt Pasteten und betrügt ehrliche Mädgen, der König von Spanien haut unter Paukeen und Trompeten Hasen in Stücke, der letzte König in Polen, der Kurfürst von Sachsen war, schoss seinem Hofnarren mit dem Blasrohr nach dem Arsch, der Fürst von Löwenstein beklagt bei einem großen Brand nichts als seinen Sattel, (...); die meisten übrigen Beherrscher dieser Welt sind Tambours Fouriers, Jäger. Und diese sind die Obersten unter den Menschen; wie kann es denn in der Welt nur erträglich hergehen?"
*
Der Titel eines Mannes sagt nichts über seinen Verstand aus =)
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Man kann nicht wissen ob Veränderungen zwangsläufig eine Verbesserung bringen werden, aber dass manchmal Veränderungen notwendig sind um zumindest zu versuchen Dinge zum Guten zu wenden.
"Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemanden den Bart zu sengen"
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Die Wahrheit kann nicht jeden zufriedenstellen/glücklich machen.
"Wenn er seinen Verstand gebrauchen sollte, so war es ihm, als wenn jemand, der beständig seine rechte Hand gebraucht hat, etwas mit der linken tun soll"
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Es ist schwer, seine Gewohnheiten umzustellen und plötzlich seinen Verstand zu gebrauchen
"Dass die Menschen oft falsche Urteile fällen, rührt gewiss nicht allein aus einem Mangel an Einsicht und Ideen her, sondern hauptsächlich davon, dass sie nicht jeden Punkt im Satz unter das Mikroskop bringen und bedenken."
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Menschen entscheiden oft zu voreilig weil sie die Dinge nur oberflächlich abwägen.
"Der Mann hatte so viel Verstand, dass er zu fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war."
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Nur nach dem Verstand zu handeln und dabei andere Faktoren außer Acht zu lassen, ist falsch.
"Kein Fürst wird jemals den Wert eines Mannes durch seine Gunst bestimmen, denn es ist ein Schluss, der nicht auf eine einzige Erfahrung etwa gegründet ist, dass ein Regent meistens ein schlechter Mann ist. Der in Frankreich backt Pasteten und betrügt ehrliche Mädgen, der König von Spanien haut unter Paukeen und Trompeten Hasen in Stücke, der letzte König in Polen, der Kurfürst von Sachsen war, schoss seinem Hofnarren mit dem Blasrohr nach dem Arsch, der Fürst von Löwenstein beklagt bei einem großen Brand nichts als seinen Sattel, (...); die meisten übrigen Beherrscher dieser Welt sind Tambours Fouriers, Jäger. Und diese sind die Obersten unter den Menschen; wie kann es denn in der Welt nur erträglich hergehen?"
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Der Titel eines Mannes sagt nichts über seinen Verstand aus =)
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