
"Das Zeitalter der Aufklärung"
Das Zeitalter der Aufklärung ist eine Epoche in der geistigen Entwicklung der Gesellschaft im 17. und 18. Jahrhundert, die besonders durch den Willen geprägt ist, die Denkweise mit den Mitteln der Vernunft von alten und unmodernen Vorstellungen und Ideologien zu befreien um Akzeptanz für neu erlangtes Wissen zu schaffen.
Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff Aufklärung auch einen sowohl individuellen als auch gesellschaftlichen Emanzipationsprozess, der besonders bestehende Denkweisen im 17. und 18. Jahrhundert hinterfragte. Dabei soll der aufgeklärte Mensch nicht mehr an die Vorgaben der Obrigkeiten oder Zwänge der Gesellschaft gebunden sein, sondern durch selbständiges Denken selbst sein Leben in die Hand nehmen.
Immanuel Kant, ein bedeutender Philosoph im Zeitalter der Aufklärung, befasste sich intensiv mit dem Thema Aufklärung. In seinen verschiedenen Werken sieht Kant die Vernunft als die bedeutendste Eigenschaft des Menschen. Die Aufklärung sieht er als Ausweg für den Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, wobei diese Unmündigkeit seiner Meinung nach "das Unvermögen sich seines Verstandes ohne Leitung eines Anderen" zu bedienen, ist.
Allgemein wollte Kant eine neue Form des gesellschaflichen Lebens erlangen, weshalb er besonders zur Selbstständigkeit beim Denken und Handeln aufforderte.
In seiner Schrift "Was ist Aufklärung?", in der auch der Leitspruch des Zeitalters der Aufklärung SAPERE AUDE enthalten ist, versuchte er diese Frage aus seiner Sicht zu beantworten.
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