Dienstag, 27. Januar 2009

Begriffserklärung

Beim Lesen von Kants Texten ist besonders auffällig, dass er die Begriffe "Unmündigkeit" und "Selbstverschulden" des Öfteren erwähnt. Dies zeigt die Wichtigkeit dieser beiden Begriffe für Kant. Doch was bedeuten sie?

So z.B.:


"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner
selbst verschuldeten Unmündigkeit."

"Unmündigkeit":

Unmündigkeit bedeutet Unselbstständigkeit! Bevor das Zeitalter der Aufklärung begann, wurde das Volk von seiner Obrigkeit bevormundet, d.h. , dass die damaligen Bürger kein Recht zur Mitsprache besaßen, sofern es um Entscheidungen des Staates ging. Dies hatte zur Folge, dass die Menschen ihren eigenen Verstand komplett ausschalteten und die Anweisungen der Regierung befolgten. Da noch niemand selbstständig nachgedacht oder gehandelt hat, war es für die meisten Leute schwer, sich daran zu gewöhnen auch mal kritisch über etwas nach zu denken und selbstständig zu sein
("sapere aude!").


"Selbstverschulden"
:

Immanuel Kant macht deutlich, dass die Menachen selbst dafür verantwortlich ist, dass sie vor dem Zeitalter der Aufklärung von der Regierung bevormundet wurden. Grund dafür sei eben jene Unselbstständigkeit. Hätte das Volk von Anfang an über all die Entscheidungen des Staates kritisch nachgedacht, so wäre die Menschheit nicht auf deren Vormund angewiesen gewesen. Kants Erkenntnisse zeigen zudem, dass man aus dieser selbst verschuldetetn Situation nur durch seine eigene Kraft herauskommt, die in diesem Fall
Selbstständigkeit heißt!

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